Vier Starter, ein Spiel
Man kann eine Aufstellung auf viele Arten bauen. Nico hat sich für die gewagteste entschieden: Vier seiner neun Starter spielen in derselben NFL-Begegnung. Christian McCaffrey, Kyren Williams, Puka Nacua und die Rams-Defense. Ein Spiel, vier Kaderplätze. Läuft es, läuft alles. Läuft es nicht, ist die Woche in zwei Stunden erledigt.
Und drei davon mit Fragezeichen
McCaffrey angeschlagen. Nacua angeschlagen. George Kittle angeschlagen. Bei den Cowboys steht damit ein Drittel der Startelf unter Vorbehalt, und McCaffrey — der Mann, der in diesem Kader steht, seit es diesen Kader gibt — ist wieder einmal derjenige, auf den man wartet.
Aus dem Umfeld der Cowboys hieß es dazu, man kenne das. „Er war jedes Jahr im Kader und er ist es wieder. Wer damit ein Problem hat, hat es seit Jahren.” Zur Frage, ob vier Starter in einem Spiel klug seien, folgte eine Erklärung von beachtlicher Länge, deren Kern lautete: ja.
In Köln ist alles geregelt
Die Maximizers gehen mit dem schlechtesten Draft der Liga in diese Saison — Yahoo hat ein F vergeben — und in Köln nimmt man das zur Kenntnis wie eine Zustellungsurkunde.
„Zur Bewertung von Drafts durch Dritte nehmen wir keine Stellung”, ließ das Management wissen. Man verwies auf eine Regelung. Nach der Fundstelle gefragt, teilte man mit, sie liege vor.
Sportlich sind es zwei Fragezeichen: D’Andre Swift und Tucker Kraft. Weniger als drüben, aber bei einem Kader, dem Yahoo ein F gibt, wiegt jeder Ausfall schwerer.
Die Spitze des Tages
Und dann, ganz nebenbei, kam aus WeißVorst noch dieser Satz: Es gebe in dieser Liga Vereine, die seit ihrem Einstieg behaupteten, vom Spiel nichts zu verstehen, und die es dann jedes Jahr trotzdem irgendwie in die Nähe der Playoffs schaffen. Man wolle das nicht bewerten. Man erwähne es nur.
Auch dieser Verein wurde nicht genannt.
Fazit: worauf zu achten ist
Auf ein einziges NFL-Spiel. Wenn die Rams am Donnerstagabend liefern, hat Nico seine Woche gewonnen, bevor die Liga richtig angefangen hat. Wenn nicht, sitzt er da mit vier stillen Kaderplätzen und einer Erklärung, die er ganz sicher parat hat. Sein Kicker spielt übrigens noch früher — Jason Myers ist schon in der Nacht zum Donnerstag dran.