148,62 zu 108,66 — und kein Wort davon war knapp
Das Ergebnis lässt sich nicht weichspülen
148,62 zu 108,66. Wer daraus ein enges Spiel machen will, braucht Fantasie, und die hat in dieser Liga nur eine Adresse, nämlich die Pressestelle der Verlierer. 39,96 Punkte sind kein Ausrutscher, keine Pechsträhne und kein Zeitzonenproblem. 39,96 Punkte sind eine Ansage, die schon beim Aufstellen fertig war.
Die Maximizers haben nicht gezaubert. Sie haben abgeliefert: Quarterback wie erwartet, Kicker wie erwartet, erster Receiver wie erwartet, Tight End wie erwartet. Vier Positionen, die genau das taten, was auf dem Zettel stand. Und dazu drei, die mehr taten. Dass der zweite Running Back zum Helden des Wochenendes wurde, ist die bittere Pointe für die Gegenseite: Nicht der Erstrundenname hat dieses Spiel entschieden, sondern der Ergänzungsspieler. Dass der erste Running Back der Maximizers und der Flex-Receiver unter Erwartung blieben, ist nur noch Statistik. Bei 39,96 Punkten Abstand darf man sich zwei Nieten erlauben.
Bei den Cowboys blieb die Rhetorik das Stärkste
Fünf Startplätze unter Erwartung. Erster Receiver, erster Running Back, Tight End, Kicker, Defense. Das ist keine Formkrise, das ist ein Kader, der sich an einem Sonntag kollektiv entschieden hat, nicht aufzutreten. Der erste Wide Receiver war der Sünder des Spieltags, und er hatte reichlich Gesellschaft.
Zwei Lichter gab es: Der Quarterback lieferte über Erwartung, der zweite Receiver ebenfalls. Zwei Mann tragen keine Begegnung, in der sieben andere Positionen im Bestfall Dienst nach Vorschrift geleistet haben. Und die Bank? Die beste Alternative war ein Quarterback auf Platz drei der Reserve, der selbst unter Erwartung blieb. Es gab also nicht einmal die Genugtuung des verpassten Wechsels. Es gab nur ein Team, das mit allem, was es hatte, 108,66 Punkte zusammenkratzte.
Aus der Vereinsführung der Cowboys, heißt es, sei die Niederlage bereits ausführlich begründet worden, inklusive Verweis auf den Running Back, der jedes Jahr gedraftet und jedes Jahr neu erklärt wird. Auch dieses Mal soll man im Videostudium Anzeichen für Schlimmeres entdeckt haben. Man entdeckt dort immer etwas.
Die Hackordnung
Sechs Duelle, drei Siege hier, drei Siege dort — das war die Bilanz vor dem Anpfiff, und sie war das Beste, was die Cowboys in dieses Spiel mitgebracht haben. Jetzt ist sie weg. Dazu die Vorsaison: Platz drei mit acht Siegen und sechs Niederlagen gegen Platz fünf mit einer 7:7-Bilanz. 2024 war es Platz eins mit zehn Siegen gegen Platz vier. Der Rangunterschied ist also keine Momentaufnahme, er ist Aktenlage. Aus der Geschäftsstelle der Maximizers wurde die Begegnung entsprechend abgeheftet, unter Verweis auf eine Ordnung, die niemand einsehen kann, mit der freundlichen Bitte, die Empörung nicht mit Zahlen zu belästigen.
Der Commissioner hat zum Saisonstart ein Urteil gesprochen, und die Cowboys haben es unterschrieben.