Der Donnerstag war eine einzige Arbeitsverweigerung, und die Manager haben sie bestellt
Ein Mann arbeitet, der Rest hat frei genommen
Es war ein Donnerstag, an dem exakt ein Angestellter dieser Liga seinen Arbeitsvertrag erfüllt hat. Der erste Receiver der Destroyers ging auf das Feld, fing alles, was in seine Nähe kam, und nahm einen Touchdown mit. Natürlich gilt das in dieser Liga sofort als Betriebsunfall, als glückliche Fügung, als Sensation, die dem Neuling im dritten Jahr eben mal passiert. Es war keine Sensation. Es war der Einzige, der überhaupt zur Arbeit erschienen ist.
Und weil das Schicksal Humor hat, steht direkt daneben der Kicker derselben Mannschaft. Ein Extrapunkt. Das ist die komplette Ausbeute. Ein Mann, der dafür bezahlt wird, aus dem Stand gegen einen unbewegten Ball zu treten, hat sich einmal gebückt und dann den Rest des Abends zugesehen. Aus dem Umfeld der Destroyers wird das als Ausdruck von Understatement verkauft. Ich nenne es Dienstverweigerung mit Anlauf.
Die Waiver-Instanz hat den Falschen ausgesperrt
Jetzt zu dem Mann, den in dieser Liga alle fragen, wenn sie nicht wissen, wen sie aufstellen sollen. Der Kaderkundige, der Enzyklopädist, der für jeden Zugriff eine Beobachtung aus einem lange vergangenen Spiel hervorzieht wie ein Sommelier den Jahrgang. Dieser Mann hat seinen Quarterback auf die Bank gesetzt.
Und der Quarterback hat es ihm gedankt, indem er drei Interceptions in die Luft entsorgt hat. Das ist die eigentliche Tragödie: Selbst die Bank war noch die richtige Entscheidung, und der Manager hat nicht die Spur einer Ahnung, warum. Wer ihm nächste Woche eine Kaderfrage stellt, sollte vorher würfeln, das Ergebnis ist repräsentativer.
Team Hollywood spielt eine Tonfilmtragödie
Dann die Cowboys. Ich habe in zwei Jahren dieser Liga keine geschlossenere Leistungsverweigerung gesehen. Der erste Running Back, jener Mann, der Jahr für Jahr aufs Neue gedraftet und Jahr für Jahr aufs Neue in einer Pressemitteilung gerechtfertigt wird: unter Erwartung. Der erste Receiver: unter Erwartung. Die Defense, die angeblich Spiele entscheidet: eine gefangene Interception, ein Punt erzwungen, danach Betriebsruhe. Und der Tight End auf der Bank, der ja bitte auch nicht vergessen werden soll, hat vorsorglich ebenfalls nichts getan, damit niemand behaupten kann, die Bank sei besser gewesen als die Startelf.
Vier Namen, vier Enttäuschungen, ein Verantwortlicher. Vor dem Spiel wurde der Gegner aus der Vereinsführung der Cowboys noch öffentlich zum Traumlos erklärt. Das ist insofern korrekt, als dass die Maximizers am Donnerstag keinen einzigen Spieler auf dem Feld hatten und trotzdem den besseren Abend erlebten. Man kann gegen einen leeren Stuhl verlieren, man muss es nur wollen. Und wer in jeder Zeitlupe sofort eine Katastrophe erkennt, wird an diesem Abend endlich einmal recht gehabt haben, allerdings beim Blick auf seine eigene Aufstellung.
Der Commissioner wird dazu mit Sicherheit einen Paragrafen finden, den niemand nachlesen kann. Er braucht ihn nicht. Ihm hat der Gegner die Arbeit abgenommen.
Zwei Receiver, ein Elend
Bei den Alpacas dasselbe Bild wie in jeder Saison: Der erste Receiver war ab dem dritten Viertel nicht mehr auf dem Feld, und aus dem Umfeld des Managers hieß es, das kenne man ja schon. Man kennt es, ja. Man hat es nur noch nie so früh gekannt. Irgendein Berater, den niemand je gesehen hat, hat das sicher so abgesprochen.
Und der Receiver der Bees? Drei Catches. Ein Mann, der als der Manager mit dem Händchen für knappe Aufstellungen gilt, hat einen Spieler in die Aufstellung geschrieben, der den Abend im Wesentlichen als Zuschauer mit Helm verbracht hat. Die Liga wird ihm das wie immer als Pech anrechnen, nie als Aufstellung. Diesmal war es die Aufstellung.
Fazit
Sechs Manager haben am Donnerstag Personal aufs Feld geschickt, und fünf von ihnen haben damit bewiesen, dass sie ihre eigenen Kader nicht kennen.